Handwerksorganisation

Die Handwerksorganisation untergliedert sich in zwei Säulen:

die Handwerkskammern und die Zentralfachverbände.

Das Dach für beide ist der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) mit Sitz in Berlin. Der ZDH koordiniert die einheitliche Willensbildung in allen grundsätzlichen Fragen der Handwerkspolitik. Er vertritt die Gesamtinteressen des Handwerks gegenüber Bundestag, Bundesregierung und anderen zentralen Behörden, der Europäischen Union und internationalen Organisationen.Bundesweit gibt es 54 Handwerkskammern.

Sie sind im Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) zusammengeschlossen.

Die Handwerkskammer Bremen ist gegenüber dem Land Bremen der Ansprechpartner und übernimmt die Aufgaben der Interessenvertretung und der Repräsentation gegenüber Politik und Verwaltung. Die Fachverbände vertreten die spezifischen Interessen eines jeweiligen Handwerkszweiges bzw. Handwerksberufes. Betriebe entscheiden freiwillig darüber, ob sie sich ihrem Berufsverband anschließen. Fachverbände haben die Funktion von Arbeitgeberorganisationen; d. h. sie führen zum Beispiel Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften.

Auf lokaler Ebene können selbstständige Handwerker eine Innung bilden. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Auf Landesebene gibt es Landesinnungsverbände, auf BundesebeneBundesinnungsverbände oder Zentralfachverbände des jeweiligen Berufs. Diese bilden den Unternehmerverband Deutsches Handwerk (UDH).

Im Kammerbezirk Bremen sind viele Innungen in den beiden Kreishandwerkerschaften Bremen und Bremerhaven zusammengeschlossen. Kreishandwerkerschaften vertreten die Interessen der Betriebe und bieten ihren Mitgliedern ein breites Spektrum von Dienstleistungen an, zum Beispiel Auskünfte zum Arbeitsrecht oder Rahmenverträge mit unterschiedlichen Anbietern.