
- Präses Joachim Feldmann (links), Senatorin Ingelore Rosenkötter (2. v.r.) und HWK-Vize-Präses Hans-Joachim Stehr (rechts) nehmen die dritte Bundessiegerin, Goldschmiedin Sandra Schumann, und die beiden zweiten Bundessieger, Straßenbauer Marco Buller und Holzblasinstrumentenmacherin Mareike Dogunke, in die Mitte und freuen sich über die guten bremischen Ausbildungsergebnisse.
Ehre, wem Ehre gebührt
Handwerkskammer und Arbeitssenatorin Rosenkötter ehrten in der Oberen Rathaushalle überdurchschnittliche Prüfungsleistungen bremischer Handwerker.
Was wären wir ohne Handwerker? Diese Frage musste man sich unweigerlich stellen bei der Ehrung der Besten des Bremer Handwerks in der historischen Oberen Rathaushalle, die selbst mit Handwerkskunst der Spitzenklasse ausgeschmückt ist und erst zum zweiten Mal für eine Ehrung der Handwerksbesten ausgewählt wurde.
Voller Stolz würdigten HWK-Präses Joachim Feldmann und HWK-Hauptgeschäftsführer Michael Busch gemeinsam mit der Senatorin für Arbeit und Jugend, Ingelore Rosenkötter, das große Engagement und die herausstechenden Leistungen und übergaben den achtzehn neuen Meistern und Meisterinnen, vier Betriebswirten und den 27 Bremer und Bremerhavener Landessiegern im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – von denen drei auch auf Bundesebene erfolgreich waren – feierlich ihre Urkunden.
Moderator Axel Pusitzky (Radio Bremen) führte Geehrte, Familien und Mitglieder der Handwerkskammer stimmungsvoll durch die Veranstaltung. In kurzen Gesprächen mit den Preisträgern wurde vor allem eines veranschaulicht – wie sehr sie für diesen Tag gearbeitet hatten. Anhand ihres Durchhaltevermögens hätten sie bewiesen, dass sie den anspruchsvollen Aufgaben im Handwerk jederzeit gewachsen seien, sagte der Präses in seiner Begrüßungsansprache. Auch die Senatorin betonte, wie wichtig das Handwerk und dessen hoher Qualitätsanspruch für die tägliche Arbeit, das Land Bremen und die Bundesrepublik, vor allem in diesen Tagen seien. Es sichere zudem Ausbildungsplätze für junge Menschen und sei somit eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Einen hohen Anteil an dem Erfolg dieser jungen Menschen hätten aber auch die Betriebe, Schulen und Eltern, die durch ihre Unterstützung an anstrengenden Tagen Mut zusprachen und zu dieser positiven Entwicklung entschieden beitrugen.
Die Entscheidung für einen Beruf im Handwerk fiel dabei nicht allen leicht. Goldschmiedin Sandra Schumann, die sich den dritten Platz im Bundeswettbewerb der Handwerksjugend sicherte, wollte etwas „Handwerkliches“ machen und sich künstlerisch einbringen. Doch die Idee Goldschmiedin zu werden, sei für sie nur durch einen Zufall entstanden, den sie bis heute nicht bereut, sagte sie und lobte vor allem ihren Ausbildungsbetrieb. Da dieser klein sei, sei sie in der Lage, sich handwerklich und kreativ „auszutoben“.
Auch die Zweitplatzierte, Holzblasinstrumentenmacherin Mareike Dogunke überzeugte nicht nur mit Fachwissen. Sie demonstrierte eindrucksvoll, dass sie ihre Instrumente auch spielen kann. Als Gastmusikerin unterstütze sie das Bremer Kaffeehaus-Orchester professionell auf ihrem Saxophon. Immer wieder sorgte das Quintett, durch klassische Klänge, für einen Ohrenschmaus in den historischen Räumen.
Abschließend bedankte sich der Präses bei den Freiwilligen der Prüfungsausschüsse für ihr Engagement und die Sicherung des hohen Qualitätsbewusstseins im Bremer Handwerk und wünschte sich, dass die Ausgezeichneten „in Zukunft genauso Ihren Erfolg genießen können, wie Sie das heute Abend tun dürfen!"

