Das Handwerk fragt, die Politik antwortet

Auf Einladung der Handwerkskammer Bremen und der Kreishandwerkerschaften Bremen und Bremerhaven-Wesermünde haben sich Parteienvertreter am Montag, 25. März, den Fragen des Handwerks gestellt.
Im Vorfeld der Bürgerschaftswahl erläuterten die Politikerinnen und Politiker im voll besetzten Handwerkssaal, welche Pläne ihre Parteien zur Stärkung des Bremer Handwerks haben.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Themen Gewerbeflächen, Verkehr und Bildung.

Diskutierten im Handwerkssaal, was die Politik zur Stärkung des Handwerks beitragen kann: (v.l.) Björn Tschöpe (SPD), Carsten Meyer-Heder (CDU), Kristina Vogt (Die Linke), Moderator Stefan Pulß, Maike Schaefer (Bündnis 90/Die Grünen) und Lencke Steiner (FDP).
Hwk Bremen

„Das Handwerk fragt nach“: Unter diesem Motto stand eine Diskussionsrunde am Montag, 25. März, im voll besetzten Handwerkssaal der Handwerkskammer. Die Handwerkskammer Bremen und die Kreishandwerkerschaften Bremen und Bremerhaven-Wesermünde hatten Vertreterinnen und Vertreter der fünf Parteien mit aktuellem Fraktionsstatus eingeladen, damit sie über ihre Pläne für die kommende Legislaturperiode berichten. Den Fragen des Bremer Handwerks stellten sich Björn Tschöpe für die SPD, Carsten Meyer-Heder für die CDU, Maike Schaefer für Bündnis 90/Die Grünen, Lencke Steiner für die FDP und Kristina Vogt für Die Linke. Moderiert wurde die Veranstaltung von Radio-Bremen-Moderator Stefan Pulß.

Was will die Landespolitik tun, um das Handwerk als stabilisierende Kraft auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zu stärken und in Bereichen, die für den Mittelstand wichtig sind, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen? Diese Frage war es, die das Publikum an diesem Abend besonders interessierte. Das Handwerk sei eine verlässliche Säule der Bremer Wirtschaft und halte auch in Zeiten von Wirtschaftskrisen an seinen Mitarbeitern fest: Das machte Stefan Schiebe, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bremen, gleich zur Begrüßung deutlich. „Die Voraussetzungen, hier einen Handwerksbetrieb zu haben, sollten also möglichst hervorragend sein“, so Schiebe. „Und dort, wo es nicht passt, muss nachgebessert werden. Wir erhoffen und erwarten von den Parteien, dass sie uns praktikable Lösungsansätze bieten.“ Nicht zuletzt gilt dies für die Themen Gewerbeflächen, Verkehr und Bildung, die im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen und die dem Handwerk derzeit besonders unter den Nägeln brennen. Bei erkennbaren Differenzen in Detailfragen ließen die anwesenden Politikerinnen und Politiker in der Fragerunde keinen Zweifel daran, dass ihnen die Bedeutung des Handwerks bewusst sei und die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen in den jeweiligen Parteiprogrammen eine wichtige Rolle spiele.

Zum Hintergrund: Wenn die Bremerinnen und Bremer am 26. Mai 2019 die neue Bürgerschaft wählen, stellen auch diesmal wieder die 30.000 Beschäftigten und Inhaber der rund 5.200 Handwerksbetriebe in Bremen und Bremerhaven eine wichtige Wählergruppe dar. Bereits im Vorfeld der aktuellen Fragerunde hatten die Handwerkskammer sowie die Kreishandwerkerschaften Bremen und Bremerhaven-Wesermünde in den „Wahlprüfsteinen 2019“ ihre Forderungen an die Politik zusammengetragen und an die Parteien weitergeleitet.

Sabine Pein

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