Berufliche Begabtenförderung der akademischen Begabtenförderung endlich gleichstellen

Handwerkskammer-Präses begrüßt Vorstoß für mehr Begabtenförderung in der beruflichen Bildung

Zu dem am Donnerstag in den Bundestag eingebrachten Antrag „Spitzen-Azubis fördern“ der FDP-Fraktion erklärt Thomas Kurzke:

Lange schon fordert das Handwerk, dass die Begabtenförderung in der beruflichen Bildung endlich auf Augenhöhe mit der akademischen Begabtenförderung gestellt werden muss. Die dafür vorgesehenen finanziellen Mittel müssen deutlich aufgestockt werden. „Es ist absolut unverständlich, dass die Bundesregierung im Haushaltsentwurf für 2020 nun nochmals die akademische Begabtenförderung mit 300 Mio. € deutlich besser ausstatten will als die Begabtenförderung in der beruflichen Bildung, die mit
61 Mio. € nur ein Fünftel so viel Mittel erhält. Vor dem Hintergrund des bereits kostenlosen Studiums ist dies den angehenden Handwerksmeistern nicht vermittelbar“, sagt der Präses der Handwerkskammer Bremen.

Der Antrag der FDP sieht vor, dass die ideellen Förderangebote der akademischen Begabtenförderungswerke auch für beruflich Qualifizierte geöffnet werden. Dies ließe sich kurzfristig umsetzen. Von dem daraus resultierenden fachlichen Austausch und der engen Vernetzung beruflich und akademisch Qualifizierter würden die Beteiligten selbst und ihre Betriebe profitieren. „Wichtig ist jedoch, die gut funktionierenden etablierten Strukturen zu stärken und den Aufbau von Parallelstrukturen zu vermeiden“, warnt Kurzke. Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) und die Handwerkskammern betreuen Stipendiaten in der beruflichen Bildung seit Jahren gut und effizient.

26.09.2019