Handwerker arbeiten nicht im Home Office

Für die meisten Handwerker geht die Arbeit trotz der Corona-Epidemie weiter.
Die Handwerkskammer bittet alle Bürger um besondere Rücksichtnahme
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Das Coronavirus breitet sich aus. Für Handwerker bedeutet dies eine besondere Situation, denn ganz gleich ob der Klempner ins Haus kommt oder die Bürger zum Bäcker, Fleischer, Friseur oder Kosmetiker gehen – Handwerker halten die Versorgung aufrecht und machen als Augenoptiker, Hörgeräte-Akustiker, Zahntechniker oder Orthopädietechniker das Leben vieler Menschen leichter.

Direkter Kontakt – Bitte Rücksicht nehmen!

Oft besteht ein direkter Kontakt zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern.
„Darum ist jetzt gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig!“, sagt Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Andreas Meyer. Die meisten Handwerker würden auch in der aktuellen Phase weiterarbeiten. Es könne allerdings in den kommenden Wochen zu Wartezeiten und vorübergehenden Geschäftsschließungen kommen, wenn Handwerker oder deren Mitarbeiter angesichts geschlossener Schulen und KiTas Ersatz für die Kinderbetreuung brauchen oder die Fürsorgepflicht es erforderlich macht.

Neue Ausbildungsplätze JETZT ausschreiben

Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig ausreichend Nachwuchs in den Betrieben ist. „Die derzeitige Bewerbungsphase wird zwar durch die Schutzmaßnahmen unterbrochen. Die Handwerksbetriebe sollten aber genau jetzt weitermachen möglichst viele weitere Ausbildungsplätze bereit zu stellen, damit sie schnell besetzt werden können, sobald die Epidemie nachlässt“, rät Andreas Meyer.
Damit Auszubildenden, Um- und Meisterschülern sowie anderen Weiterbildungs-Teilnehmer keine Nachteile entstehen, appelliert der Hauptgeschäftsführer an die Prüfungsausschüsse, dass sie abgesagte Prüfungen zeitnah durchführen wie beispielsweise auch während der Ferien.

Beratungsangebote nutzen

Abzusehen ist jetzt schon, dass vielen Betriebe durch die Corona-Pandemie mit Lieferengpässen und abgesagten Veranstaltungen Aufträge verloren gehen. Die Handwerkskammer setzt sich für unkomplizierte Hilfen ein. Hauptgeschäftsführer Meyer empfiehlt Betrieben die Beratungsangebote der Handwerkskammer und anderer Partner zu Kurzarbeitergeld, Überbrückungskrediten oder Steuerstundungen aktiv zu nutzen. Für einen ersten Kontakt hat die Handwerkskammer Bremen unter Telefon 0421 30500-0 eine Hotline eingerichtet.

17.03.2020

Andreas Meyer
Hauptgeschäftsführer

Telefon 0421 30500-102
Telefax 0421 30500-109
meyer.andreas@hwk-bremen.de