Auszubildenden den Abschluss ermöglichen

Die Handwerkskammer schlägt vor: Ersatz für ausgefallene Prüfungen spätestens ab Juni durchführen. Berufsschullehrer auch während der Schulferien zur Verfügung stellen.

Angesichts der Corona-Pandemie haben die Handwerkskammer Bremen und ihr gemeinnütziges Kompetenzzentrum HandWERK gGmbH bereits vor drei Wochen sämtliche Bildungskurse und Veranstaltungen bis einschließlich zum 14. April abgesagt. „Wir sehen diese Maßnahme als Beitrag des Handwerks an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, kommentiert Hauptgeschäftsführer Andreas Meyer den Beschluss des Kammer-Vorstandes.
Andererseits erwarten die kurz vor ihrem Ausbildungsabschluss stehenden Auszubildenden und ihre Ausbildungsbetriebe natürlich, dass sie die Berufsausbildungen zum Ende des Ausbildungsjahres mit der Gesellenprüfung beenden können. Auch die Meisterschüler und die sonstigen Absolventen der Höheren Berufsbildung erwarten, dass sie ihre Prüfungen zügig ablegen können.

Gesellenprüfungen im Einklang mit Infektionsschutz durchführen
Erklärtes Ziel aller Bundesländer ist es, dass Schülern und Auszubildenden für ihre Prüfungen durch die Corona-Pandemie keine Nachteile entstehen. Abiturprüfungen und Gesellenprüfungen werden notfalls auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Im Einklang mit den aktuell geltenden Kontakteinschränkungen empfiehlt der Zentralverband des Deutschen Handwerks deshalb, alle Gesellenprüfungstermine zunächst bis zum 24. April 2020 auszusetzen. „Bereits terminierte Prüfungen sollen nach diesem Zeitpunkt nach Möglichkeit und unter Berücksichtigung der Vorschriften zum Infektionsschutz wie geplant durchgeführt werden. Heißt es beim ZDH. Abgesagte Prüfungstermine sollten dann spätestens ab Juni 2020 nachgeholt werden, schlägt der Verband vor. Die Länder fordert der Verband auf, dass sie Berufsschullehrerinnen und -lehrer für die Abnahmen von Nachholprüfungen zur Verfügung zu stellen, auch wenn diese Prüfungen unter Umständen in Schulferien hinein fallen.

Appell an Berufsschule: Prüfungsaktivitäten zügig wieder aufnehmen
„Wir alle wissen um die hohe Bedeutung der Fachkräftesicherung – speziell für die kleinen und mittleren Betriebe. Pro Jahr lernen im Bremischen Handwerk etwa 3500 Auszubildende ihren Beruf. In den Räumen der HandWERK gGmbH werden jeden Tag mehr als 900 Handwerkerinnen und Handwerker unterschiedlichster Gewerke aus- und fortgebildet“, sagt HandWERK-Geschäftsführer Jens Rigterink. Gemeinsam mit Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Andreas Meyer bittet er die Berufsschule als Partner des Handwerks bei der Berufsausbildung, dass sie die zügige Wiederaufnahme der Prüfungsaktivitäten aktiv unterstützt.

01.04.2020

Evelyn Pusch

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